DOCUMENTA KASSEL 16/06-23/09 2007



Nasreen Mohamedi

Untitled
Zeichnung undatiert


© Collection Camar Sikander, Mumbai

*1937 in Karachi (PK), 1990 in Kihim (IN)
Mit Sinn für das Sublime in der Abstraktion spielte Mohamedi in ihren Zeichnungen und Fotografien mit der intuitiven und geordneten Welt. Die von ihr gesetzten Linien aus Bleistift und Tinte sind diszipliniert und elegant, die fotografischen Räume leer, natürlich und zugleich architektonisch. Mohamedi interessierte sich für den Minimalismus ebenso wie für asiatische Elemente oder die Textur der Dinge.

Der indischen Künstlerin Nasreen Mohamedi sind drei Kabinette gewidmet. Mit Bezug auf eines der documenta-Leitmotive bedeutet die Antike im Falle von Mohamedi Fatepuh Sikri, die sagenhafte Anlage des König Akbar, und die Moderne Chandigarh, Le Corbusiers Modellstadt. Ihre Fotografien zeigen enorme Räume der Wüste, des Meeresufers, der von Menschen gebauten Umwelt und utopische Konstrukte, deren Abbildung sie zum Ornament macht. In den modernistischen Rastern von Mohamedis Zeichnungen werden subtile Differenzen wahrnehmbar. Mit Zeichenmaschinen präzisierte sie ihre Bewegungen.